Zinseszins- und Sparrechner
Einmalbetrag, monatliche Sparrate, Laufzeit und Zinssatz eingeben – der Rechner zeigt, wie viel davon Einzahlung ist und wie viel Ertrag.
Rechenwerte Stand August 2026. Ohne Gewähr – verbindlich sind die Angaben der jeweiligen Stelle.
Sparplan
Entwicklung über die Jahre
Warum Zeit wichtiger ist als die Rate
Der Zinseszins wirkt exponentiell. In den ersten Jahren stammt fast der gesamte Zuwachs aus den eigenen Einzahlungen; erst später übernimmt der Ertrag die Führung. Wer zehn Jahre früher beginnt, erreicht mit einer deutlich kleineren Sparrate dasselbe Ergebnis.
Steuer und Inflation
Zwei Größen schmälern den Ertrag, die in vielen Rechnungen fehlen:
- Kapitalertragsteuer: In Österreich 27,5 Prozent auf Wertpapiererträge, 25 Prozent auf Sparzinsen. Sie fällt auf den Ertrag an, nicht auf das eingezahlte Kapital.
- Inflation: Sie verringert die Kaufkraft des Endbetrags. Der Rechner weist deshalb aus, was der Betrag in heutigem Geld wert wäre.
Erst nach Abzug beider Größen zeigt sich, ob eine Anlage real etwas erwirtschaftet hat. Ein Sparbuch mit 2 Prozent Zinsen bei 3 Prozent Inflation verliert an Wert – trotz positiver Zinsen.
Was der Rechner voraussetzt
Angenommen werden eine gleichbleibende jährliche Rendite, eine monatliche Einzahlung jeweils zu Monatsbeginn und eine Besteuerung des gesamten Ertrags am Ende der Laufzeit. Reale Depots werden laufend besteuert, was das Ergebnis leicht verändert. Kosten wie Depotgebühren oder Ausgabeaufschläge sind nicht berücksichtigt – sie sollten vom angesetzten Zinssatz abgezogen werden.
Häufige Fragen
Was ist der Zinseszinseffekt?
Zinsen, die nicht ausgezahlt, sondern wieder angelegt werden, werfen im Folgejahr selbst Zinsen ab. Dadurch wächst das Vermögen nicht linear, sondern exponentiell. Die Wirkung ist in den ersten Jahren kaum sichtbar und wird erst nach längerer Laufzeit deutlich – deshalb ist Zeit der wichtigste Faktor.
Wie viel KESt fällt in Österreich an?
Auf Erträge aus Wertpapieren – Kursgewinne, Dividenden, Fondsausschüttungen – beträgt die Kapitalertragsteuer 27,5 Prozent. Auf Zinsen aus Sparbüchern und Girokonten sind es 25 Prozent. Die Bank behält sie in der Regel automatisch ein.
Was bedeutet die Regel von 72?
Eine Faustformel für die Verdopplungszeit: 72 geteilt durch den Zinssatz ergibt näherungsweise die Zahl der Jahre, bis sich ein Betrag verdoppelt. Bei 6 Prozent sind das rund 12 Jahre, bei 3 Prozent rund 24 Jahre.
Warum wird die Inflation mitgerechnet?
Weil der Endbetrag sonst mehr aussagt, als er wert ist. Bei 3 Prozent Inflation hat ein Betrag nach 20 Jahren nur noch gut die Hälfte der heutigen Kaufkraft. Der Rechner weist deshalb zusätzlich aus, was das Ergebnis in heutigem Geld bedeutet.
Kann ich damit eine Wertpapieranlage berechnen?
Nur als Modellrechnung. Der Rechner unterstellt eine konstante jährliche Rendite. Aktienmärkte schwanken; eine Durchschnittsrendite von 6 Prozent bedeutet nicht 6 Prozent in jedem einzelnen Jahr. Für eine realistische Einschätzung sollte man zusätzlich mit deutlich niedrigeren Werten rechnen.
Quellen und weiterführende Informationen
- Kapitalertragsteuer – Überblick oesterreich.gv.at
- EStG 1988 § 27a (Steuersätze für Kapitalvermögen) RIS