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Mehrwertsteuer-Rechner Österreich

Rechnen Sie in beide Richtungen: vom Nettobetrag auf den Bruttopreis – oder aus einem Bruttopreis heraus, wie viel davon Umsatzsteuer ist.

Rechenwerte Stand August 2026. Ohne Gewähr – verbindlich sind die Angaben der jeweiligen Stelle.

Berechnung

So funktioniert die Rechnung

Die Umsatzsteuer wird immer auf den Nettobetrag aufgeschlagen. Aus dem Nettobetrag wird der Bruttopreis, indem man mit dem Faktor multipliziert:

  • Netto → Brutto: Netto × 1,20 (bei 20 %)
  • Brutto → Netto: Brutto ÷ 1,20 (bei 20 %)
  • Steueranteil: Brutto − Netto
Der häufigste Fehler: 20 Prozent vom Bruttobetrag abzuziehen. Bei 120 Euro brutto wären das 24 Euro – tatsächlich sind aber nur 20 Euro Umsatzsteuer enthalten. Der Steueranteil am Bruttobetrag beträgt bei 20 Prozent Steuersatz genau 16,67 Prozent.

Die österreichischen Steuersätze

SatzFaktorAnteil am BruttoGilt unter anderem für
20 % 1,20 16,67 % gilt für die meisten Waren und Dienstleistungen
13 % 1,13 11,50 % z. B. lebende Tiere, Pflanzen, Brennholz, Kultur- und Sportveranstaltungen, Beherbergung teilweise
10 % 1,10 9,09 % z. B. Lebensmittel, Bücher, Zeitungen, Miete zu Wohnzwecken, Personenbeförderung, Medikamente

Welcher Satz im Einzelfall gilt, entscheidet die Zuordnung nach § 10 UStG – nicht die Branche des Unternehmens. Ein Gastronomiebetrieb verrechnet für Speisen einen anderen Satz als für alkoholische Getränke.

Was auf einer Rechnung stehen muss

Damit eine Rechnung zum Vorsteuerabzug berechtigt, verlangt § 11 UStG unter anderem Name und Anschrift beider Seiten, Menge und Bezeichnung der Leistung, das Leistungsdatum, das Entgelt, den Steuersatz und den Steuerbetrag getrennt ausgewiesen sowie die UID-Nummer des liefernden Unternehmens. Bei Kleinbetragsrechnungen gelten Erleichterungen.

Fehlt der getrennt ausgewiesene Steuerbetrag, ist der Vorsteuerabzug gefährdet – auch dann, wenn die Leistung tatsächlich erbracht wurde.

Häufige Fragen

Wie rechne ich die Mehrwertsteuer aus einem Bruttobetrag heraus?

Der Bruttobetrag wird durch 1 plus den Steuersatz geteilt. Bei 20 Prozent also durch 1,2. Das Ergebnis ist der Nettobetrag, die Differenz zum Brutto ist die Umsatzsteuer. Beispiel: 120 Euro brutto ÷ 1,2 = 100 Euro netto, davon 20 Euro Umsatzsteuer.

Warum sind es nicht einfach 20 Prozent des Bruttobetrags?

Weil sich die Steuer auf den Nettobetrag bezieht, nicht auf den Bruttobetrag. Von 120 Euro brutto sind 20 Euro Steuer – das sind 16,67 Prozent des Bruttobetrags, aber 20 Prozent des Nettobetrags von 100 Euro. Wer 20 Prozent vom Brutto abzieht, rechnet zu viel ab.

Wann gilt in Österreich der ermäßigte Satz von 10 Prozent?

Unter anderem für Lebensmittel, Bücher und Zeitungen, Medikamente, die Vermietung zu Wohnzwecken, Personenbeförderung und Müllabfuhr. Der Satz von 13 Prozent gilt zum Beispiel für lebende Tiere und Pflanzen, Brennholz, Kultur- und Sportveranstaltungen sowie teilweise für Beherbergung. Die vollständige Aufzählung steht in § 10 UStG.

Was ist der Unterschied zwischen Mehrwertsteuer und Umsatzsteuer?

Rechtlich heißt die Abgabe in Österreich Umsatzsteuer. „Mehrwertsteuer" ist der umgangssprachliche Begriff für dasselbe. Auf Rechnungen findet man beide Bezeichnungen sowie die Abkürzungen USt und MwSt.

Gilt die Kleinunternehmerregelung auch hier?

Kleinunternehmerinnen und Kleinunternehmer unter der jeweils geltenden Umsatzgrenze sind von der Umsatzsteuer befreit und weisen auf ihren Rechnungen keine aus. Sie dürfen im Gegenzug keine Vorsteuer abziehen. Die aktuelle Grenze und die Voraussetzungen prüfen Sie am besten direkt beim Finanzamt oder im USP.

Quellen und weiterführende Informationen

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