Kreditrechner
Berechnen Sie die monatliche Rate eines Annuitätenkredits – und sehen Sie, wie viel Zinsen über die gesamte Laufzeit zusammenkommen.
Kreditdaten
Was andere Laufzeiten kosten
Wie die Rate zustande kommt
Die Rate eines Annuitätendarlehens folgt einer festen Formel. Sie sorgt dafür, dass die Schuld am Ende der Laufzeit exakt auf null steht:
Rate = Kreditsumme × i ÷ (1 − (1 + i)−n)
Dabei ist i der Monatszins (Jahreszins ÷ 12 ÷ 100) und n die Zahl der Monate. Für die Tilgungsverrechnung nimmt dieser Rechner den in Österreich üblichen monatlichen Rhythmus an.
Der Zinseffekt der Laufzeit
Eine längere Laufzeit senkt die Monatsrate, erhöht aber die Gesamtkosten überproportional. Zehn Jahre mehr Laufzeit können die Zinssumme fast verdoppeln. Die Tabelle im Rechner zeigt das für die eingegebenen Werte.
Was dieser Rechner nicht abbildet
- Nebenkosten: Bearbeitungsgebühr, Schätzkosten, Grundbucheintragung und Kreditvertragsgebühr kommen zur Kreditsumme hinzu.
- Variable Zinsen: Der Rechner unterstellt einen konstanten Satz.
- Tilgungsfreie Zeiten: Wird anfangs nur Zinsen gezahlt, verschiebt sich die gesamte Rechnung.
- Fremdwährung: Bei Krediten in anderer Währung kommt ein Wechselkursrisiko hinzu, das sich nicht kalkulieren lässt.
Für eine verbindliche Auskunft ist das Kreditinstitut zuständig; verlangen Sie das vorgeschriebene Europäische Standardisierte Merkblatt, dort stehen alle Kosten.
Häufige Fragen
Was ist ein Annuitätendarlehen?
Ein Kredit mit gleichbleibender Monatsrate. Innerhalb der Rate verschiebt sich das Verhältnis: Am Anfang besteht sie überwiegend aus Zinsen, gegen Ende überwiegend aus Tilgung. Die meisten Wohnkredite in Österreich sind so aufgebaut.
Warum sinkt die Restschuld anfangs so langsam?
Weil die Zinsen auf die noch offene Schuld berechnet werden und diese am Anfang am höchsten ist. Bei 300.000 Euro und 4 Prozent Zinsen fließen im ersten Monat 1.000 Euro allein in die Zinsen – von einer Rate von etwa 1.450 Euro bleiben also nur rund 450 Euro Tilgung übrig.
Wie stark wirkt eine Sondertilgung?
Deutlich stärker als der eingezahlte Betrag vermuten lässt, weil jeder getilgte Euro für den Rest der Laufzeit keine Zinsen mehr kostet. Je früher die Sondertilgung erfolgt, desto größer die Wirkung. Ob und in welcher Höhe sie erlaubt ist, steht im Kreditvertrag.
Was ist der Unterschied zwischen Sollzins und effektivem Jahreszins?
Der Sollzins ist der reine Zinssatz. Der effektive Jahreszins enthält zusätzlich verpflichtende Nebenkosten wie Bearbeitungsgebühren und die Wirkung des Zahlungsrhythmus. Für den Vergleich zweier Angebote ist der Effektivzins die aussagekräftigere Zahl. Dieser Rechner arbeitet mit dem Sollzins.
Was ist bei variabler Verzinsung zu beachten?
Dieser Rechner unterstellt einen über die gesamte Laufzeit gleichbleibenden Zinssatz. Bei einem variablen Kredit ändert sich die Rate mit dem Referenzzinssatz. Sinnvoll ist dann, die Rechnung zusätzlich mit einem um zwei bis drei Prozentpunkte höheren Zinssatz durchzuspielen und zu prüfen, ob diese Rate noch tragbar wäre.