Mietkosten-Rechner
Was kostet die Wohnung wirklich – und welchen Anteil Ihres Einkommens bindet sie? Der Rechner zeigt Quadratmeterpreis, Gesamtbelastung und Wohnkostenquote.
Rechenwerte Stand August 2026. Ohne Gewähr – verbindlich sind die Angaben der jeweiligen Stelle.
Wohnung und Kosten
Warum die Nettomiete allein nichts aussagt
Inserate nennen fast immer die Nettomiete. Was tatsächlich vom Konto geht, liegt deutlich darüber: Betriebskosten, Heizung, Umsatzsteuer und Strom kommen hinzu. Zwei Wohnungen mit derselben Nettomiete können sich in der Gesamtbelastung um mehrere hundert Euro unterscheiden – etwa wenn eine davon unsaniert ist und mit Strom geheizt wird.
Einordnung der Wohnkostenquote
| Anteil am Nettoeinkommen | Einordnung |
|---|---|
| bis 25 % | komfortabel, Spielraum für Rücklagen |
| 25 – 33 % | üblich und in der Regel tragbar |
| 33 – 40 % | angespannt, wenig Puffer für Unvorhergesehenes |
| über 40 % | Überbelastung im statistischen Sinn |
Was bei der Wohnungssuche zu prüfen ist
- Befristet oder unbefristet: Befristete Verträge sind im Vollanwendungsbereich des MRG mit einem Abschlag zu bewerten.
- Kategorie und Ausstattung: Sie beeinflussen, ob und in welcher Höhe eine Mietzinsobergrenze gilt.
- Ablöse: Für Investitionen der Vormieterin zulässig, für den bloßen Vertragsabschluss nicht. Verlangen Sie eine Aufstellung.
- Einmalige Kosten: Kaution (meist drei Bruttomonatsmieten), Vergebührung, gegebenenfalls Provision.
- Energieausweis: Er muss vorgelegt werden und sagt mehr über die künftigen Heizkosten als jede Zusicherung.
Häufige Fragen
Was gehört alles zur Wohnkostenbelastung?
Nettomiete, Betriebskosten, Heizung und Warmwasser, Strom sowie die Umsatzsteuer. Bei Eigentum treten Kreditrate, Rücklage und Grundsteuer an die Stelle der Miete. Wer nur die Nettomiete vergleicht, unterschätzt die tatsächliche Belastung regelmäßig um ein Viertel bis ein Drittel.
Wie hoch darf der Wohnkostenanteil sein?
Als Orientierung gilt, dass Wohnkosten nicht mehr als etwa ein Drittel des verfügbaren Haushaltseinkommens ausmachen sollten. Ab 40 Prozent spricht die Statistik von Überbelastung. Das ist keine Rechtsgrenze, aber ein brauchbarer Maßstab – auch Banken rechnen bei der Kreditvergabe mit ähnlichen Werten.
Welche Betriebskosten darf der Vermieter verrechnen?
Im Vollanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes zählt § 21 MRG die zulässigen Posten abschließend auf – unter anderem Wasser, Kanal, Müll, Rauchfangkehrer, Schädlingsbekämpfung, Hausbetreuung, Versicherungen und Grundsteuer. Verwaltungshonorar und Instandhaltungsrücklage gehören nicht dazu. Ein Blick in die Jahresabrechnung lohnt sich fast immer.
Was ist ein realistischer Betriebskostenwert?
Als Richtwert werden häufig etwa zwei Euro je Quadratmeter und Monat genannt, ohne Heizung. Der tatsächliche Wert schwankt stark nach Gebäude, Ausstattung und Region – ein Haus mit Lift, Garten und Hausbetreuung liegt deutlich darüber. Verbindlich ist nur die Jahresabrechnung.