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Heizkosten-Rechner

Schätzen Sie Ihren Heizwärmebedarf nach Wohnfläche und Baustandard – und sehen Sie im direkten Vergleich, was die einzelnen Energieträger dafür kosten.

Rechenwerte Stand August 2026. Ohne Gewähr – verbindlich sind die Angaben der jeweiligen Stelle.

Gebäude

Energiepreise – überschreibbar

€/kWh
Jahresarbeitszahl 3,5
€/kWh
Wirkungsgrad 92 %
€/kWh
Wirkungsgrad 98 %
€/kWh
Wirkungsgrad 88 %
€/kWh
Wirkungsgrad 88 %
€/kWh
Wirkungsgrad 80 %

Vergleich der Energieträger

Wie der Rechner vorgeht

  1. Heizwärmebedarf = Wohnfläche × Kennwert (kWh je m² und Jahr).
  2. Endenergie = Heizwärmebedarf ÷ Wirkungsgrad des Systems. Bei der Wärmepumpe steht statt des Wirkungsgrads die Jahresarbeitszahl – sie ist größer als 1, weil Umweltwärme genutzt wird.
  3. Kosten = Endenergie × Preis je Kilowattstunde.

Richtwerte nach Baustandard

GebäudekWh/m²a90 m² ergeben
Passivhaus 15 1.350 kWh
Niedrigenergiehaus (ab ca. 2010) 45 4.050 kWh
Saniertes Gebäude 90 8.100 kWh
Unsanierter Bestand (1960–1990) 160 14.400 kWh
Unsanierter Altbau (vor 1960) 220 19.800 kWh

Der Unterschied zwischen unsaniertem Altbau und Niedrigenergiehaus beträgt das Fünffache. Keine Heizungsumstellung erreicht eine solche Wirkung – deshalb ist die Reihenfolge fast immer: erst dämmen, dann die Heizung tauschen.

Die Jahresarbeitszahl entscheidet. Eine Wärmepumpe mit Fußbodenheizung erreicht leicht 4,0; dieselbe Anlage mit alten Radiatoren und hoher Vorlauftemperatur landet bei 2,5. Das verdoppelt die Betriebskosten fast. Wer auf eine Wärmepumpe umstellt, sollte die Vorlauftemperatur zuerst prüfen.

Was hier nicht enthalten ist

  • Grundgebühren und Zählermieten, die unabhängig vom Verbrauch anfallen
  • Warmwasserbereitung – je nach Haushalt zusätzlich 800 bis 1.500 kWh pro Person
  • Wartung, Rauchfangkehrer, Servicekosten
  • Anschaffung und Förderungen beim Systemwechsel

Häufige Fragen

Woher weiß ich meinen Heizwärmebedarf?

Am genauesten steht er im Energieausweis, ausgewiesen als HWB in kWh je Quadratmeter und Jahr. Ohne Energieausweis hilft der Blick auf die letzte Jahresabrechnung: verbrauchte Kilowattstunden geteilt durch die Wohnfläche. Die Auswahl im Rechner liefert nur einen groben Richtwert nach Baustandard.

Warum ist die Wärmepumpe trotz hohem Strompreis günstig?

Weil sie aus einer Kilowattstunde Strom je nach Anlage und Außentemperatur drei bis vier Kilowattstunden Wärme erzeugt. Diese Kennzahl heißt Jahresarbeitszahl. Bei einer Jahresarbeitszahl von 3,5 kostet die Kilowattstunde Wärme nur ein gutes Viertel des Strompreises.

Was ist der Unterschied zwischen Heizwärmebedarf und Endenergie?

Der Heizwärmebedarf ist die Wärme, die im Raum ankommen muss. Die Endenergie ist das, was Sie einkaufen – wegen der Verluste des Kessels ist sie höher. Ein Gaskessel mit 92 Prozent Wirkungsgrad braucht für 10.000 kWh Wärme rund 10.900 kWh Gas. Der Rechner berücksichtigt das.

Warum weichen die Preise so stark von meiner Rechnung ab?

Die hinterlegten Werte sind Richtwerte, keine Tarife. Tatsächliche Preise hängen von Anbieter, Vertrag, Netzgebiet und Abnahmemenge ab und schwanken stark. Überschreiben Sie die Werte mit den Zahlen aus Ihrer eigenen Abrechnung – dann stimmt der Vergleich.

Sind die Anschaffungskosten mitgerechnet?

Nein, der Rechner vergleicht nur die laufenden Energiekosten. Ein Heizungstausch kostet je nach System zwischen einigen Tausend und mehreren Zehntausend Euro; Bund und Länder fördern den Umstieg von fossilen Systemen. Für eine vollständige Betrachtung gehören Investition, Förderung, Wartung und Lebensdauer dazu.

Quellen und weiterführende Informationen

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