E-Auto oder Verbrenner – Kostenvergleich
Vergleichen Sie, was Strom und Treibstoff je 100 Kilometer kosten – und nach wie vielen Jahren ein höherer Anschaffungspreis wieder hereingefahren ist.
Rechenwerte Stand August 2026. Ohne Gewähr – verbindlich sind die Angaben der jeweiligen Stelle.
Elektroauto
Verbrenner
Fahrleistung und Anschaffung
Wo der Unterschied entsteht
Ein Elektroauto wandelt einen deutlich größeren Teil der eingesetzten Energie in Bewegung um als ein Verbrennungsmotor. Das ist der physikalische Grund, warum die Energiekosten je Kilometer meist niedriger liegen – vorausgesetzt, der Strom kommt nicht überwiegend vom teuren Schnelllader.
Was in Österreich beim E-Auto zusätzlich anders ist
- NoVA: Elektrofahrzeuge sind von der Normverbrauchsabgabe befreit.
- Motorbezogene Versicherungssteuer: entfällt bei reinen Elektrofahrzeugen.
- Vorsteuerabzug: Für Unternehmen ist er bei Elektroautos bis zu einer Anschaffungsgrenze möglich – bei Verbrennern grundsätzlich nicht.
- Sachbezug: Für privat genutzte Elektro-Firmenwagen fällt kein Sachbezug an, was den Nettobezug spürbar erhöht.
Diese Punkte sind in diesem Rechner bewusst nicht enthalten – sie hängen stark vom Einzelfall ab. Für eine vollständige Betrachtung gehören sie aber dazu und verschieben das Ergebnis meist weiter zugunsten des Elektroautos.
Der Winter
Beide Antriebe verbrauchen im Winter mehr, aber unterschiedlich stark. Beim Verbrenner heizt die Abwärme des Motors den Innenraum praktisch gratis; beim Elektroauto kostet Heizen zusätzliche Batterieladung. Wer die Jahresrechnung ehrlich aufstellen will, sollte beim E-Auto einen Jahresmittelwert ansetzen und nicht den Sommerverbrauch.
Häufige Fragen
Warum ist der Strompreis so entscheidend?
Weil er zwischen Heimladen und Schnellladen um mehr als das Doppelte auseinanderliegt. Wer überwiegend zuhause lädt, fährt sehr günstig; wer regelmäßig auf Schnelllader an der Autobahn angewiesen ist, liegt bei den Energiekosten nahe an einem sparsamen Diesel. Die Ladesituation entscheidet daher stärker über die Kosten als das Fahrzeugmodell.
Was ist mit den Ladeverlusten?
Zwischen Steckdose und Batterie gehen je nach Ladeart etwa 10 bis 20 Prozent verloren. Der angezeigte Verbrauch im Bordcomputer ist deshalb niedriger als das, was der Zähler misst. Der Rechner berücksichtigt einen einstellbaren Ladeverlust.
Welche Kosten fehlen in dieser Rechnung?
Versicherung, Service, Reifen, Wertverlust und Steuern. Elektroautos sind in Österreich von der motorbezogenen Versicherungssteuer und der NoVA befreit und haben meist geringere Servicekosten; dafür ist der Wertverlust oft höher und schwerer abzuschätzen. Der Rechner vergleicht bewusst nur die Energiekosten plus den eingegebenen Kaufpreisunterschied.
Wie hoch ist der Verbrauch eines E-Autos realistisch?
Kompaktwagen liegen im Jahresmittel meist bei 16 bis 20 kWh je 100 Kilometer, größere SUV bei 22 bis 28. Im Winter steigt der Wert deutlich, weil geheizt werden muss und die Batterie bei Kälte weniger effizient ist – 25 bis 35 Prozent Mehrverbrauch sind nicht ungewöhnlich.