Die Gefahr durch Zeckenstiche wird oft unterschätzt, doch die kleinen Blutsauger können ernsthafte Krankheiten übertragen. Besonders die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und die Lyme-Borreliose stehen im Fokus der Gesundheitsbehörden in Österreich. Mit dem Anstieg der Temperaturen und der verlängerten Zeckensaison steigt auch die Zahl der infizierten Personen.
Aktuelle Situation in Österreich
Österreich ist eines der europäischen Länder mit einem hohen Risiko für FSME-Infektionen. Laut der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) wurden heuer bereits vermehrte FSME-Fälle registriert. Auch die Zahl der Borreliose-Erkrankungen nimmt zu. Dies ist besonders besorgniserregend, da die Krankheit oft schwer zu diagnostizieren ist und unbehandelt zu chronischen Beschwerden führen kann.
Warum sind Zecken so gefährlich?
Zecken sind in Wäldern, auf Wiesen und sogar in städtischen Parks zu finden. Sie sind Träger von Viren und Bakterien, die sie beim Blutsaugen auf den Menschen übertragen können. Die FSME-Viren befallen das zentrale Nervensystem und können zu schweren neurologischen Schäden führen. Die Lyme-Borreliose wird durch Bakterien verursacht und kann Gelenke, das Herz und das Nervensystem betreffen.
Prävention: Der beste Schutz
Der sicherste Schutz gegen FSME ist die Impfung. Die AGES empfiehlt, die Impfungen alle drei bis fünf Jahre auffrischen zu lassen. Besonders Menschen, die viel Zeit im Freien verbringen, sollten diese Schutzmaßnahme ernst nehmen. Gegen Borreliose gibt es zwar keine Impfung, doch kann das Risiko einer Infektion durch präventive Maßnahmen erheblich reduziert werden.
- Tragen Sie lange Kleidung und stecken Sie die Hosenbeine in die Socken.
- Verwenden Sie Insektenschutzmittel auf Haut und Kleidung.
- Untersuchen Sie Ihren Körper und die Ihrer Kinder nach einem Aufenthalt im Freien gründlich auf Zecken.
- Entfernen Sie Zecken rasch mit einer speziellen Zeckenzange, um das Infektionsrisiko zu minimieren.
Was tun bei einem Zeckenstich?
Wenn Sie eine Zecke entdecken, entfernen Sie diese sofort. Beobachten Sie die Einstichstelle in den folgenden Wochen. Treten Rötungen oder grippeähnliche Symptome auf, suchen Sie umgehend einen Arzt auf. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend, um schwerwiegende Folgen zu vermeiden.
Die steigende Zahl der Zecken und die verlängerte Aktivität der Blutsauger durch mildere Winter machen die Prävention von Zeckenstichen zu einem wichtigen Thema in der Gesundheitsvorsorge. Informieren Sie sich über die aktuellen Impfempfehlungen und schützen Sie sich und Ihre Familie vor den unsichtbaren Gefahren der Natur.