Ein Mangel, der im Winter zur Regel wird

Vitamin D nimmt eine Sonderrolle unter den Vitaminen ein. Es wird nicht nur über die Nahrung aufgenommen, sondern vor allem durch Sonnenlicht in der Haut gebildet. Genau hier liegt das Problem: In den Wintermonaten reicht die Sonneneinstrahlung in Mitteleuropa nicht aus, um eine ausreichende Eigenproduktion zu ermöglichen.

Zwischen Oktober und März steht die Sonne so tief, dass selbst regelmäßige Aufenthalte im Freien kaum zur Vitamin-D-Bildung beitragen. Die körpereigenen Speicher, die im Sommer aufgebaut wurden, sind bei vielen Menschen spätestens im Jänner erschöpft.

Warum so viele betroffen sind

Schätzungen zufolge weisen bis zu 60 Prozent der Bevölkerung im Winter einen zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel auf. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Personen mit wenig Aufenthalt im Freien, Menschen mit dunkler Hautfarbe sowie all jene, die aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen kaum Sonnenlicht abbekommen.

Hinzu kommt, dass Vitamin D nur in wenigen Lebensmitteln in relevanten Mengen enthalten ist. Fettreiche Fische wie Lachs oder Hering, Eigelb und bestimmte Pilze liefern zwar Vitamin D, reichen aber allein meist nicht aus, um den Bedarf zu decken.

Welche Folgen ein Vitamin-D-Mangel haben kann

Ein Mangel bleibt oft lange unbemerkt. Typische Symptome sind unspezifisch: Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrationsprobleme oder eine erhöhte Infektanfälligkeit. Langfristig kann ein Vitamin-D-Defizit jedoch ernstere Folgen haben.

Vitamin D spielt eine zentrale Rolle für den Knochenstoffwechsel, das Immunsystem und die Muskelfunktion. Ein dauerhaft niedriger Spiegel erhöht das Risiko für Knochenschwäche, Muskelschmerzen und Stürze. Auch Zusammenhänge mit depressiven Verstimmungen werden intensiv erforscht.

Was Sie im Winter tun können

Regelmäßige Bewegung im Freien bleibt sinnvoll – auch im Winter. Zwar ist die Vitamin-D-Bildung gering, doch Tageslicht wirkt sich positiv auf den Biorhythmus und das allgemeine Wohlbefinden aus.

Ernährung allein reicht meist nicht aus, um einen Mangel auszugleichen. Viele Experten empfehlen daher in den Wintermonaten eine gezielte Supplementierung. Die empfohlene Dosierung kann je nach Alter, Gesundheitszustand und individuellem Bedarf variieren.

Wichtig ist, Vitamin D nicht unkontrolliert einzunehmen. Eine Blutuntersuchung beim Hausarzt kann Klarheit über den aktuellen Spiegel geben und helfen, die richtige Menge festzulegen.

Warum Vorsorge entscheidend ist

Der Vitamin-D-Mangel ist kein Randphänomen, sondern ein weit verbreitetes Gesundheitsproblem. Gerade weil die Symptome oft unspezifisch sind, bleibt er häufig unbehandelt. Dabei ließe sich mit einfachen Maßnahmen viel erreichen.

Fazit

Der Winter-Mangel an Vitamin D wird häufig unterschätzt – mit potenziell spürbaren Folgen für Gesundheit und Wohlbefinden. Wer sich rechtzeitig informiert, seinen Vitamin-D-Spiegel überprüft und gezielt gegensteuert, kann gut durch die dunkle Jahreszeit kommen.

lten vermieden werden.