Die Digitalisierung des Gesundheitswesens ist ein wichtiger Schritt in Richtung effizientere und patientenorientierte Versorgung. Mit der Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) sollen Patient:innen ihre Gesundheitsdaten zentral verwalten können. Während Deutschland gerade mit einer neuen Informationskampagne auf die ePA aufmerksam macht, hat Österreich bereits einige Erfahrungen mit ähnlichen digitalen Gesundheitslösungen gesammelt.

Die ePA in Deutschland: Ein aktueller Überblick

In Deutschland wird die ePA seit 2021 schrittweise eingeführt. Die derzeitige Kampagne „ePA? Na sicher!“ zielt darauf ab, die Bekanntheit und Akzeptanz der elektronischen Patientenakte zu steigern. Trotz der anfänglichen Zurückhaltung bei der Nutzung gibt es signifikante Fortschritte. Die ePA soll nicht nur die Transparenz für Patient:innen erhöhen, sondern auch den Austausch zwischen verschiedenen Gesundheitsdienstleistern vereinfachen.

Österreichs Vorreiterrolle mit ELGA

Österreich ist mit der Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) bereits seit 2015 einen Schritt voraus. ELGA ermöglicht es den Bürger:innen, ihre Gesundheitsdaten wie Befunde und Medikationsinformationen digital zu verwalten. Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist hoch, obwohl es anfangs Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes gab. Heute gilt ELGA als Paradebeispiel für die erfolgreiche Implementierung digitaler Gesundheitslösungen.

Chancen und Herausforderungen in beiden Ländern

Sowohl in Österreich als auch in Deutschland besteht das Hauptziel der digitalen Gesundheitsakte darin, die Qualität der medizinischen Versorgung zu verbessern und die Eigenverantwortung der Patient:innen zu stärken. Dennoch gibt es Herausforderungen, insbesondere im Bereich des Datenschutzes und der technischen Infrastruktur.

In Deutschland steht die Interoperabilität, also die Fähigkeit der Systeme, miteinander zu kommunizieren, noch vor größeren Herausforderungen. Österreich hat hier mit ELGA bereits gute Fortschritte gemacht, was den Austausch zwischen unterschiedlichen Gesundheitsanbietern betrifft.

Die Zukunft der digitalen Gesundheit

Die digitale Transformation im Gesundheitswesen ist unvermeidlich und bringt viele Vorteile mit sich. Die Erfahrungen, die Österreich mit ELGA gesammelt hat, können als wertvolle Referenz für Deutschland dienen. Der Austausch von Best Practices zwischen den beiden Ländern könnte die Entwicklung weiter beschleunigen und zu einer verbesserten Gesundheitsversorgung führen.

Abschließend bleibt zu sagen: Die elektronische Patientenakte ist ein wichtiger Schritt in eine moderne und vernetzte Gesundheitsversorgung. Es bleibt spannend zu beobachten, wie beide Länder die Digitalisierung weiter vorantreiben und welche Innovationen auf diesem Weg noch entstehen werden.