Mit dem Frühling naht auch die Osterzeit, ein Fest, das in vielen österreichischen Haushalten mit bunten Eiern gefeiert wird. Doch heuer könnten leere Regale und steigende Preise die Vorfreude trüben. Grund dafür sind mehrere Faktoren, die sich derzeit auf den Eiermarkt auswirken.

Geflügelpest und weniger Importe

Ein wesentlicher Grund für die drohende Knappheit ist die Geflügelpest, die in vielen europäischen Ländern umgeht. Österreich bleibt davon nicht verschont, und die Seuche führt zu erheblichen Ausfällen in der Eierproduktion. Hinzu kommt, dass die Importe von Eiern aus dem Ausland aufgrund von Lieferengpässen und gestiegenen Transportkosten zurückgegangen sind. Die heimischen Produzenten stehen somit unter Druck, den Bedarf zu decken.

Steigende Nachfrage bei gleichbleibendem Angebot

Während das Angebot stagniert oder gar sinkt, steigt die Nachfrage nach Eiern kontinuierlich. Ostern ist traditionell die Zeit des Jahres, in der Eier besonders gefragt sind – sei es zum Färben, für die Osterjause oder als Backzutat. Dieser Nachfrageüberhang führt in Kombination mit den Produktionsausfällen zu einem Anstieg der Preise. Experten gehen davon aus, dass der Preis für ein Dutzend Eier heuer deutlich höher liegen könnte als im Vorjahr.

Alternativen und Tipps

Wer dennoch nicht auf Eier zu Ostern verzichten möchte, sollte frühzeitig planen. Der Griff zu Bio-Eiern könnte eine Möglichkeit sein, denn diese werden oftmals regionaler und in kleineren Beständen produziert, was sie weniger anfällig für die oben genannten Probleme macht. Auch der Besuch auf Bauernmärkten könnte Abhilfe schaffen, da hier oft direkt vom Erzeuger gekauft werden kann.

Alternativen zu Eiern gibt es ebenfalls: In vielen Rezepten lassen sich Eier durch Apfelmus, Bananen oder spezielle Ei-Ersatzprodukte ersetzen. Diese sind besonders für vegane Haushalte interessant und in vielen Supermärkten erhältlich.

Haltbarkeit und Lagerung

Wer bereits Eier gekauft hat, sollte diese richtig lagern, um ihre Haltbarkeit zu maximieren. Im Kühlschrank halten sich Eier mehrere Wochen. Wichtig ist, sie nicht in der Kühlschranktür zu lagern, da dort die Temperaturschwankungen am größten sind. Ein einfacher Frischetest kann helfen: Ein Ei, das in einem Glas Wasser schwimmt, sollte besser nicht mehr verwendet werden.

Insgesamt ist es ratsam, sich frühzeitig um den Eierbedarf zu kümmern und Alternativen in Betracht zu ziehen. So kann Ostern auch heuer ein fröhliches Fest werden, ohne dass der Osterhase auf leere Nester trifft.