Der Traum vom eigenen Unternehmen ist für viele Menschen ein lebenslanges Ziel. Doch oft steht die Finanzierung als unüberwindbare Hürde im Weg. Gerade in Österreich, wo die Bankenlandschaft oft als konservativ gilt, sind neue Ansätze gefragt. Ein Beispiel, das Mut macht, ist die Geschichte von Elisabetta Galluzzo, die ihr eigenes Fitnessstudio übernommen hat – und das mit minimalem Eigenkapital.
Ein ungewöhnlicher Weg zum Ziel
Elisabetta Galluzzo war zunächst als Angestellte in dem Fitnessstudio tätig, das sie später übernehmen sollte. Doch statt eines klassischen Bankkredits oder eines großen Investoren-Deals entschied sie sich für ein ungewöhnliches Modell: die Übernahme durch schrittweise Beteiligung. Dieses Modell, auch bekannt als 'Earn-out', erlaubt es, das Unternehmen durch die erzielten Gewinne zu finanzieren, während man es bereits leitet.
Was ist ein Earn-out?
Ein Earn-out ist eine Art der Unternehmensübernahme, bei der der Käufer nicht den gesamten Kaufpreis sofort zahlt. Stattdessen wird ein Teil der Bezahlung durch zukünftige Gewinne des Unternehmens gedeckt. Diese Methode ist besonders bei Start-ups und kleinen Unternehmen beliebt, da sie das finanzielle Risiko für den Käufer minimiert und dem Verkäufer gleichzeitig eine Möglichkeit gibt, am zukünftigen Erfolg beteiligt zu bleiben.
Chancen und Risiken
Während ein Earn-out-Modell viele Vorteile bietet, ist es keineswegs frei von Risiken. Der Erfolg hängt stark von der Fähigkeit ab, das Unternehmen effizient zu führen und die erwarteten Gewinne zu erzielen. Elisabetta Galluzzo konnte durch ihre Erfahrung und ihr Engagement die Gewinne des Studios steigern und so den Kaufpreis schrittweise abbezahlen.
Für viele Gründer:innen in Österreich könnte dieses Modell eine attraktive Alternative sein, um den Traum vom eigenen Unternehmen zu verwirklichen. Es erfordert jedoch neben einer guten Geschäftsidee auch Mut und die Bereitschaft, sich langfristig zu engagieren.
Ein Vorbild für Gründer:innen
Elisabettas Geschichte zeigt, dass es möglich ist, mit wenig Kapital und viel Engagement erfolgreich zu sein. Sie ist ein Vorbild für all jene, die daran zweifeln, dass sie ohne großen finanziellen Hintergrund ein Unternehmen führen können. Kreative Finanzierungsmöglichkeiten und innovative Geschäftsmodelle sind der Schlüssel, um auch in einem hart umkämpften Markt wie dem Fitnesssektor bestehen zu können.
Für all jene, die sich in Österreich selbstständig machen wollen, lohnt es sich, über den Tellerrand zu blicken und unkonventionelle Wege der Unternehmensfinanzierung in Betracht zu ziehen. Der Erfolg von Elisabetta Galluzzo ist ein ermutigendes Beispiel dafür, dass es möglich ist, mit Mut und Kreativität den Sprung ins Unternehmertum zu wagen.