In den letzten Jahren hat sich ein ungewöhnlicher Trend in der österreichischen Gastroszene entwickelt: Altes Speisefett, das früher oft als unbrauchbarer Abfall galt, ist plötzlich zur begehrten Ware geworden. Doch was macht gebrauchtes Fett so wertvoll, dass es sogar kriminelle Banden anzieht?

Der verborgene Wert von gebrauchtem Speisefett

Die Antwort liegt in der steigenden Nachfrage nach Biodiesel. Altes Speisefett kann nach entsprechender Aufbereitung als Rohstoff für die Produktion von Biodiesel verwendet werden. Dieser ist nicht nur umweltfreundlicher als herkömmlicher Diesel, sondern auch kostengünstig. Daher ist gebrauchtes Fett für Recyclingunternehmen und Biotreibstoffproduzenten von großem Interesse.

Ein wachsendes Problem für die Gastronomie

Für viele Gastronomiebetriebe bedeutet das jedoch ein neues Problem. Diebstähle von altem Speisefett häufen sich, besonders in Städten wie Wien und Graz. Oft sind es organisierte Banden, die gut vorbereitet vorgehen. Sie wissen genau, wann und wo sie zuschlagen müssen, um möglichst viel Fett zu erbeuten, das sie dann gewinnbringend verkaufen können.

Wie können sich Betriebe schützen?

Angesichts dieser Bedrohung stellt sich die Frage, wie sich Gastronomiebetriebe schützen können. Hier sind einige praktische Tipps:

  • Sichere Lagerung: Speisefett sollte in verschließbaren, robusten Behältern aufbewahrt werden, die idealerweise in einem abgeschlossenen Bereich stehen.
  • Regelmäßige Abholung: Kümmern Sie sich um die regelmäßige und professionelle Abholung des alten Fetts durch verlässliche Recyclingfirmen, um den Lagerbestand gering zu halten.
  • Überwachung: Installieren Sie Kameras oder Bewegungsmelder in der Nähe der Lagerorte, um potenzielle Diebe abzuschrecken und im Ernstfall Beweismaterial zur Hand zu haben.
  • Schulung der Mitarbeiter: Informieren Sie Ihr Personal über das Problem und ermutigen Sie es, verdächtige Aktivitäten zu melden.

Fazit

Während gebrauchtes Speisefett zu einem wertvollen Wirtschaftsgut geworden ist, sollten Gastronomiebetriebe wachsam bleiben und präventive Maßnahmen ergreifen, um sich zu schützen. Durch die Sicherung von Lagerorten und die Zusammenarbeit mit vertrauenswürdigen Partnern können sie sich vor Diebstählen effektiv schützen und gleichzeitig einen Beitrag zur umweltfreundlichen Energieerzeugung leisten.